Roadtrip – vom Winterparadies zur Sonneninsel (Tag 6 – 7)

Mit dem Auto nach Tunesien – 2300km über die Alpen und das Mittelmeer, Tipps und Tricks für eine gute Reise

TAG 6: Etwas gerädert von der Nacht schauen wir uns den Sonnenaufgang an, frühstücken in der Cafeteria und warten auf das Einlaufen in Tunis. Nach 22,5h Fahrt übers Mittelmeer erwartet uns die tunesische Hauptstadt mit frühlingshaften Temperaturen. Langsam aber sicher stellen wir uns schon mal auf die nächste Challenge ein: tunesischer Zoll. Nach der Kontrolle der Papiere heißt es einmal bitte das ganze Auto entladen, was bei uns recht schnell geht, entfacht bei den Besitzern, der zum Teil maßlos überladenden Transportern mit aufwendigen Dachkonstruktionen, einige hitzige Diskussionen. Insgesamt ist es erstmal nicht wirklich ersichtlich, welcher Beamte nun den Hut aufhat, wer gerade Pause  macht und wer überhaupt hier arbeitet. Nach sage und schreibe 3,5h können wir das Hafengelände von La Goulette verlassen. Eine normale Einreisezeit, zudem zeitgleich mit uns eine zweite Fähre festgemacht hat, also doppelte Arbeit für den Zoll. Da es unmöglich ist am selben Tag noch nach Djerba zu fahren übernachten wir in Sidi Bou Said,  einem idyllischen Vorort von Tunis, der für seine weiß-blaue Architektur bekannt ist.

Gut zu wissen:

  • Wenn ihr den Pullmannsessel auf der Fähre bucht, nehmt eine Decke mit, sonst kann die Nacht ungemütlich werden.
  • Eigenes Proviant spart eine Menge Geld. Kontrolliert wird nicht, was man mit an Bord nimmt.
  • Beim Zoll eine Menge Geduld mitbringen und ggf. andere Reisende um Hilfe bitten. Im Endeffekt gilt es aber nur eine blaue Karte mit den PKW und eigenen Daten zu füllen und dann noch einmal separat alle Gegenstände, die man dabei hat aufzulisten.
  • Der PKW darf für 90 Tage eingeführt werden, danach ist es möglich eine Verlängerung zu beantragen, die sich bis auf ein Jahr erstrecken kann.
  • Sidi Bou Said ist nicht weit vom Hafen entfernt, ruhig, sicher und aufgrund seines orientalischen Charmes ein absoluter Touristenmagnet. Eine Übernachtung hier empfiehlt sich mehr als in der Millionenstadt Tunis selbst, vor allem wenn man auf der Durchreise ist.

Tag 7: Nachdem der erste Tag zurück auf tunesischem Boden mit einem leckeren Couscous Gericht geendet hat, geht es heute zeitig los nach Djerba. Die Autobahn 1 ist bis Gabes hervorragend ausgebaut, sodass man die ersten 400km schnell zurücklegt. Danach geht es weiter über die Landstraße vorbei an zahlreichen Straßenständen bis man schließlich Djorf erreicht. Von hier verkehrt in etwa 20 minütigen Abständen eine Autofähre auf die Insel Djerba. Die Überfahrt nach Ajim dauert 12-15 Minuten und von hier aus ist es nur noch eine halbe Stunde Fahrt durch Olivenhaine bis zum Oasis Kite Camp. Ja und hier sind wir nun im Kitesurf-Paradies Tunesiens und bereiten die Saison 2019 fleißig vor. Los geht es am 29. März, also schaut gerne mal vorbei! Entweder bequem in nur 2,5h mit dem Flugzeug oder etwas abenteuerlicher mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil. Die Betriebsanleitung dafür habt ihr nun und wenn ihr Fragen habt, helfen wir euch gerne weiter! Eure Samy & Flo von Oasis Kite

Gut zu wissen:

  • Maut gibt es auch in Tunesien, die Beträge sind aber nicht vergleichbar mit Italien. Für die Strecke Tunis – Djerba zahlt man umgerechnet etwa 2 Euro.
  • Anstatt die Fähre nach Ajim zu nehmen, kann man auch über Medenine und den Römerdamm (etwa 4km langer Staudamm, der das Festland mit der Insel verbindet) nach Djerba gelangen. Die Strecke wird im Moment jedoch saniert und ist sehr zeitaufwendig. Besser die Fähre nehmen.
  • Oasis Kite bietet Kitecamps mit Übernachtung in einer stilvollen Villa, lokaler Küche und jeder Menge Kitesurf Action auf dem Wasser. Im Rahmen der Camps wird viel Wert darauf gelegt die lokale Kultur im Rahmen von Markt- und modernen Kunstprojektbesuchen aufzusaugen.